Page 66 - Arzt im Dienst
P. 66

ARZT IM DIENST

          HANSY. Ein Windstoß hob ihn auf,
          der Tote verließ sein hölzernes Haus,
          ein Schuss ging durch des Mädchens Herz
          und brach ihr alle Knochen in unsagbarem Schmerz.

          MÄDCHEN. DEAD.

          HANSY. Der Geliebten Körper wandte sich fürchterlich,
          es dauerte etwas,  ehe die Wahrheit sie entließ aus ihrem
          Würgegriff.

          MÄDCHEN.  Es tut so  weh. Es  tut so weh. Ich kann es nicht
          ertragen. Man kann das
          gar nicht sagen. Wie soll ich es ertragen?

          PONS. Die Wahrheit entlässt sie aus dem Würgegriff,
          sie fällt zu Boden fürchterlich.
          Ihr Körper krümmt vor Schmerzen klein,
          denn ohne ihn kann sie nicht sein.
          Wir sehen nur zu und begreifen den Sinn,
          ihr Körper stolpert direkt vor mich hin.

          FREUND ERNSTL. Sie knetet das Herz wie in der OP.
          Oh Gott, sie stirbt, es tut ihr so weh!
          Da, jetzt holt sie wieder Luft,
          doch was riech ich, es ist der Todesduft.

          Nicht mächtig ihrer selbst,
          hat etwas den Körper aufgestellt.
          Das Durcheinander der Verzweiflung, Ohnmacht und Schmerzen
          zu schauen,
          offenbart des Todes inneres Grauen.

          HANSY. Der Körper knickt ganz schräg in sich ein,



          66
   61   62   63   64   65   66   67   68   69   70   71