Page 51 - Arzt im Dienst
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die Küsserei vom Male zuvor war einfach eine Qual!

             Der Junge war ein entfernter Bekannter,
             er lachte sympathisch wie ein Seelenverwandter.
             Man kannte ihn und seine Art,
             er war keiner, der Frauen Übles antat.

             Den musste ich möglicht rasch verführen,
             quasi meine Fähigkeiten als Frau demonstrieren.

             TANJA, die Dumpfe, war auch zugegen,
             die konnte sich keinen Mann erlegen.

             Drum war der Freund des Erwählten ihre Partie,
             dass diese beiden sich mochten, glaubte ich nie!

             Der Typ erlag mir in zwei, drei Sekunden,
             auf der Sitzbank knutschten wir ganz umunwunden.
             GRAF LANGENSCHEIDT hatte dies alles erdacht,
             seine Aufgabe war dann, dass er mich bewacht.

             Und als ich den netten Jungen so zerleg,
             tanzte der GRAF, denn er fühlte sich erregt,
             dabei schloß er die Augen und senkte sein Gesicht –
             mir näher zu kommen, wagte er gegenwärtig noch nicht.

             Wir waren so dumm, wir konnten es nicht stoppen,
             ich fühlte wie der GRAF und ließ es nicht beim Foppen.

             Was sollte nun geschehen, sollte es wirklich so weitergehen?








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