Page 32 - Arzt im Dienst
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ARZT IM DIENST
GÄSTE verlassen das Lokal.
ANDERE GÄSTE. Eine gleißende Kälte dringt in uns ein,
wir trauen unseren Augen kaum.
Die Tanzenden scheiden aus dem Sein,
das Unglück zieht in diese Halle ein,
nie wieder wollen wir hier Gäste sein.
EIN BETRUNKENER beäugt TANJA im chic classique.
BETRUNKENER. Was soll das Blaulicht, was will die Meute,
iiich bin doch heut ganz braaav?
Hhhab zwar nen sitzen und Sinn für ne Beute,
doch tarn mich wie ein Schaaaf?
TANJA. Der schaut mir gar so lüstern drein,
ists wegen mir, ists oberfein.
Nur Lüstenei, die ehrlich ist,
bringt Spaß und hat auch Langzeitpflicht.
Hält er sich wackelig auf dem Bein,
darf ich nicht gar sehr zickig sein.
Wenn irgendwer komplimentieren kann,
dann ists ein Mann, der trinken kann.
Der Zeitpunkt ist nur dumm gewählt,
wo ROSL sich um ihr Leben quält.
Der Plausch mit dem Araber lief recht schlecht,
eine Liaison, die nur unbequeme Fragen brächt . . .
Würd dem da gern zeigen, wer ich bin,
doch möcht das Rockerl jetzt nicht heben.
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